Indie-Autorin Síle Marlin

in extenso.

Síle, sprich [ˈʃiːlə], kam im Ruhrgebiet zur Welt und hat sich das nicht ausgesucht. Stillgelegte Zechen waren die Abenteuer-Spielplätze ihrer Kindheit – vermutlich stammt daher ihr Faible für Vergangenes (Urban Exploration) sowie Unsterbliches (Kafka, Moebius, Buster Keaton, Winsor McCay). Freunde beschreiben sie als mal so oder so, aber eigentlich ist sie ganz anders und in erster Linie Mensch. Síle macht also was mit Büchern – nicht ausschließlich –, nebenbei geht sie einer geregelten Arbeit nach, spinnt Webseiten und flaniert zu diesem Zweck gerne im Netz. Momentan befindet sie sich in ihren digitalen Jahren. Möglicherweise ist das nur eine vorübergehende Phase. Obwohl sie Buchkunst schätzt, hat sie mit den Bäumen vereinbart, ihre Romane als ebooks zu veröffentlichen. Sie sammelt Blindtexte und Conchylien.

Mag Film, Bild und Schrift. Liebt Lakritze – hasst Rosen­kohl. Weitere Romane sind in der Mache.

Sile Marlin

verschlag­wortet.

1969 / menschlich / ♀ / einszweiundsechzig / unergründlich / liiert / einSprössling / kultursüchtig / guteFilmeBücherMusik / einatmenausatmen / lebenundlebenlassen

Nur der Ignorant

trivial.

Psychothriller Voyeur Undercover

Voyeur Undercover

surreal / atmosphärisch / abgründig

»Eine Schwarze Novelle. Eine Metapher über den Narzissmus im Menschen.«

Gavin ist angehender Kultur-Anthro­pologe, urbane Legenden sind sein Metier. In einem herun­terge­kommenen Hotel vermutet er den Ursprung einer lokalen Sage – das perfekte Thema für seine Dissertation. Doch welche Identität verbirgt sich hinter dem Phantom? Wer ist der Unbekannte, der sich buchstäblich durch seine Schönheit definiert? Fasziniert von der morbiden Atmosphäre und den verstörenden Vorgängen vor Ort, verliert sich Gavin in Depression und Hörigkeit. Schon bald ist er sich nicht mehr sicher, ob die Bewohner des Hauses nicht eher Untermieter seiner Psyche sind.
Die Suche nach der Wahrheit wird zu einem Blick in den Zerrspiegel.

ASIN: B019FYGHCQ
EAN: 978-3-7393-2989-5
Voyeur Undercover von ist als Ebook bei Amazon.de sowie Thalia.de und vielen anderen Online-Händlern erhältlich.

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Die Seite zum Buch: voyeur-undercover.de


literarisch.

Projektcover

Titel folgt

ein Endzeitroman / ein Roadmovie / ein Märchen

»Eine Parabel über die Freundschaft.«

Projektstatus: 91%


experi­mentell.

Projektcover

Titel folgt

kopflastig / vielstimmig / drastisch

»Ein Trip nach Schizophrenia.«

Projektstatus: 76%

liest nicht

befragt.

Bevorzugst du ein bestimmtes Genre?

Eigentlich nicht. Weder beim Schreiben noch beim Lesen. Wenn mir der Schreibstil eines Autors gefällt, kann es durchaus sein, dass ich ihm treu bleibe. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Klassiker oder Gegenwartsliteratur handelt. Momentan überwiegt die Phantastik, Liebesromane findet man keine in meinem Regal.

Musik?

Gute. Bin da recht aufgeschlossen, solange sie mich emotional wie körperlich bewegt (wie man so sagt). Drei Kreuze mache ich allerdings bei Volksmusik und ähnlichem Ufftata.
Die richtige Musik kann wie im Film auch beim Schreiben Stimmungen erzeugen, etwa beim Ausarbeiten von Szenen – und im Anschluss macht Klassik den Kopf frei.

Bewegte Bilder?

Wer Szenen oder Charaktere beschreiben will, muss viel beobachten, braucht Einflüsse. Filme sind da gute Inspirations-Quellen. Die alten expressionistischen Filme der Stummfilmära haben es mir besonders angetan. Ich mag Licht und Schatten und das teils sehr theatralische Schauspiel.
Ansonsten ARTE- und SchleFaZ-Gucker.

Lieblingsautor oder -dichter?

Da gibt es so viele. Wobei die amerikanischen und deutschsprachigen Schriftsteller überwiegen. Es gibt so viele interessante zeitgenössische Autoren. Immer wieder rückfällig werde ich bei Lem und Lovecraft. Von Kafka komme ich nicht los.

Stephen King oder Dean Koontz?

Clive Barker.

Welchen Autor würdest du gerne persönlich kennenlernen?

Ich denke da an Paul Auster.

Schon mal eine Schreibblockade gehabt?

Mehrmals. Sogar über Tage. Wenn man sich dann selbst unter Druck setzt, geht gar nichts mehr. Ein Spaziergang, Kurztrip oder idealerweise Urlaub bringt da Abhilfe, denn neue Eindrücke regen tatsächlich die Kreativität an.

Tag- oder Nachtschreiberling?

Leider ist mein Geist in der Nacht am kreativsten. Ein Umstand, wenn man am nächsten Tag früh raus und arbeiten muss. Geschrieben wird darum meist in den Nächten vor arbeitsfreien Tagen.

Schreibmaschine oder PC?

Zugegeben – ein Schriftsteller, wie er mit hochgekrempelten Hemdsärmeln und Zigarette im Mundwinkel vor seiner Schreibmaschine sitzt, dazu die Tippgeräusche – das ist schon irgendwie sexy. Zum Schreiben bevorzuge ich dann aber doch zeitgemäßere, sprich digitale Gerätschaften. Allerdings steht neben meinem Schreibtisch tatsächlich eine alte Remington – aus reiner Nostalgie.

Sonstiges Werkzeug?

Nachdem ich diverse Schreibprogramme ausprobiert habe, bin ich schlussendlich bei Scrivener geblieben. Ein mächtiges Tool, das für rechercheintensive Projekte und einfache Textarbeiten gleichermaßen geeignet ist. Die Möglichkeit, projektbezogene Dateien, Informationen und Notizen zentral im Programm zu verwalten und zu verknüpfen, erleichtert die Arbeit ungemein.

Arbeitsplatz?

Glasplatte, darunter Fossilien, Strandgut und andere Fundstücke nebst antiquierter Schreib- und Zeichenutensilien; obendrauf Bildschirm, Tastatur; Bücher in greifbarer Nähe; die Remington. Direkt hinter mir an der Wand hängt Conrad Veidt als Gwynplaine in Öl gemalt und grinst mir über die Schulter.

Nachttisch-Lektüre?

Momentan Erik Larson's »Der Teufel von Chicago« und »Homer & Langley« von E.L. Doctorow.

Und welches Buch hat zuletzt beeindruckt?

»Still« von Thomas Raab und »Die Toten« von Christian Kracht.

zwischen den Zeilen.

mitteilsam.

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»Ich bin eigentlich nur bei Twitter, weil ich ein social Procrastinateur bin.«

— Síle Marlin (@SileMarlin) 7. Januar 2016